Die Drucklufterzeugung bietet ein hohes Kosten-Einsparpotential, speziell im Bereich der Steuerung und Regelung von Druckluftsta-tionen. Als effizientes Druckluft-Managementsystem ist der Sigma Air Manager (SAM) in der Lage, einen Großteil dieses Potentials auszuschöpfen. Übergeordnete Steuerung und Webserver in einem, trägt er wesentlich dazu bei, Verfügbarkeit und Energieeffizienz von Kompressoren- und Gebläse-Stationen zu optimieren. Die jüngste SAM-Version kann das dank ihrer neuartigen adaptiven 3-D-Regelung besonders gut. Wie effizient die Drucklufterzeugung ist, entscheidet das „Teamwork“ aller in einer Kompressoren- oder Drehkolbengebläse-Station installierten Komponenten. Dabei geht es im Wesentlichen um Betriebssicherheit, Druckluftverfügbarkeit und Energieeffizienz. Hier setzt der Sigma Air Manager an. Basierend auf einem leistungsstarken Industrie-PC steuert und überwacht er nicht nur die gesamte Station, sondern macht auch wesentliche Betriebsabläufe, Energieverbrauch und Kosten transparent. In seiner neuesten Version arbeitet das System mit einer innovativen, von Kaeser Kompressoren zum Patent angemeldeten adaptiven 3-D-Regelung. Diese berücksichtigt erstmals in vollem Umfang alle bei der Steuerung von Kompressoren auftretenden, für die Optimierung der Energieeffizienz relevanten Einflussfaktoren: Sie minimiert erstens die mit Start und Stillsetzung der Kompressoren verbundenen Schaltverluste. Sie reduziert zweitens den zusätzlichen Energieaufwand für Druckflexibilität und sie minimiert drittens die Regelverluste in Form von Leerlauf- und FU-(Regel-)Verlusten. SAM analysiert unter Berücksichtigung dieser drei Dimensionen ständig, mit welcher Steuerstrategie sich der erforderliche Energieeinsatz minimieren lässt, und steuert die Kompressoren bzw. Gebläse entsprechend. So wird auch bei stark schwankendem Druckluftbedarf automatisch eine hervorragende Energieeffizienz erreicht. Als positiver Nebeneffekt wird auch die Schalthäufigkeit, das heißt die Anzahl der Starts, Last-/Leerlauf-Umschaltungen und Stillsetzungen deutlich reduziert. Zusätzlich strebt Sigma Air Manager mit der neuartigen adaptiven 3-D-Regelung eine weiter verbesserte Druckgüte an. Entscheidend ist dabei, dass der Bedarfsdruck, den die Druckluftanwendung vorgibt, möglichst nie unterschritten werden sollte. Ein Problem bei der Einhaltung des Bedarfsdrucks war bei bisherigen Steuerungsverfahren zumeist die systembedingte Reaktionsträgheit von Kompressoren und Gebläsen, speziell in Form von Wartezeiten zwischen Startsignal und Förderbeginn. Dies berücksichtigt die adaptive 3-D-Regelung durch vorausschauende Schalthandlungen, die zudem adaptiv so optimiert werden, dass der Bedarfsdruck in bisher unerreichter Güte eingehalten wird.
Moderate Druckanstiege über den Bedarfsdruck hinaus sind für die meisten Anwendungen hingegen problemlos zulässig. Innerhalb dieses „Druckspielraums“ optimiert die 3-D-Regelung die Betriebsweise der Druckluftstation unter Berücksichtigung der oben bereits genannten drei Dimensionen der Energieeffizienz. Zur serienmäßigen Ausstattung gehört die Datenvisualisierung „Sigma Air Control Basic“. Der integrierte Webserver bereitet damit den aktuellen Status der Druckluftstation optisch als HTML-Seiten auf. Zu erkennen sind die Betriebszustände der Kompressoren oder Gebläse, der momentane Status des SAM-Bedienfelds, die Entwicklung des Netzdrucks während der letzten Betriebsphase sowie Wartungs- und Störungsmeldungen. Dazu genügen ein PC mit Web-Browser, ein analoges Modem und eine Telefonleitung oder ein Ethernetanschluss. Mit der optionalen Ausstattung „Sigma Air Control Plus“ lassen sich rückwirkend bis zu einem Jahr zusätzlich kennwortgeschützte Daten aus dem SAM-Langzeitspeicher abrufen und grafisch darstellen. Neben Betriebs- und Energieverbrauchsdaten liefert das System auch einen detaillierten Kostenstellenbericht. Das schafft Betriebs- und Kostentransparenz und die Grundlage für umfassende Druckluft-Audits. Zum Koordinieren der Wartung können außerdem die Betriebsstundenzähler abgerufen werden. Einen besonderen Vorteil bietet die Darstellung der spezifischen Leistung aller angeschlossenen Kompressoren oder Gebläse im Vergleich zu einem Referenzwert: Damit erkennt der Betreiber auf einen Blick, ob sich das Druckluftsystem energetisch im optimalen Bereich befindet. Natürlich lässt sich SAM auch in den Kaeser-Teleservice, eine Kombination aus Ferndiagnose und bedarfsgesteuerter Wartung, einbinden, was die Versorgungssicherheit nochmals erhöht. Das für bis zu vier, acht oder 16 Anlagen lieferbare System ist hochflexibel: Es regelt, analysiert und überwacht nicht nur neue Kaeser-Kompressoren und -Gebläse. Auch ältere Modelle, Anlagen anderer Hersteller und weitere Komponenten der Station können angebunden und wirtschaftlich angesteuert werden. |